Souscription Taschenuhr

Die letzten 200 Jahre – das das unüblich gewordene wird die Haute Horlogerie von morgen sein.

Eine Kleinuhr komplett von Hand herzustellen, ist seit über 200 Jahren nicht mehr üblich. Schon früh fand eine Spezialisierung auf die Fertigung einzelner Teile statt, die der Uhrmacher schließlich nur noch zusammenfügen musste. Dies bedingte, dass zur Fertigung einer Taschenuhr gut 20 unterschiedliche Berufe notwendig waren. Mit dem Einzug der Industrialisierung in die Uhrmacherei in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren die Tage der von Hand gefertigten Taschenuhr gezählt – zumindest beinahe …

Die hohe Handwerkskunst – eine Kleinuhr von Hand zu fertigen.

Heute beherrschen nur noch wenige Uhrmacher weltweit diese Kunst und stellen Kleinuhren komplett in Handarbeit in der eigenen Werkstatt her. Die hier zu sehende Taschenuhr ist ein Beispiel für diese exklusiven Stücke. Sie ist eine Hommage an die großen Uhrmacherkünstler des 18. und 19. Jahrhunderts. Arnold, Berthoud und vor allem Breguet waren die Inspirationsquelle für den Bau dieser außergewöhnlichen Uhr. Sie lehnt sich an Breguets Souscription-Taschenuhren an und verfügt wie diese über eine Rubinzylinderhemmung und ein zentrisches Federhaus. Im Gegensatz zum historischen Vorbild verfügt sie jedoch über einen verbesserten Aufzug- und Zeigerstellmechanismus, der mit zwei ineinander liegenden Vierkanten arbeitet. Die Herstellungsmethoden unterscheiden sich nur geringfügig von denen, die bereits um 1800 Anwendung fanden. Ein aufwändig geschliffener Rubinzylinder, der der Hemmung ihren Namen verleiht, exakt ausgefeilte und druckpolierte Radschenkel, mit Ingoldfräsern präzise vollendete Verzahnungen sowie ein guillochiertes Ziffernblatt aus massivem Sterlingsilber zeigen, dass sich auch heute noch mit den Mitteln der alten Meister Außergewöhnliches schaffen lässt.

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